Insights · Immobilien ABC

Das Immobilien-Lexikon:Fachbegriffe einfach erklärt.

Von Abschreibung bis Zwischenfinanzierung: 121 Fachbegriffe rund um Kauf, Verkauf, Finanzierung und Vermietung – einfach erklärt. Nutzen Sie die Suche oder das Alphabet, um schnell ans Ziel zu kommen.

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Immobilien ABC

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Begriffe mit A

5 Begriffe

Abschreibung (AfA)
Abschreibung oder Absetzung für Abnutzung (AfA) bezeichnet im Steuerrecht den Wertverlust einer Immobilie über die Zeit. Dadurch können Immobilieneigentümer die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Immobilie über einen bestimmten Zeitraum von der Steuer absetzen. In der Regel legt das Steuerrecht für Gebäude feste Nutzungsdauern fest, über die abgeschrieben wird. Wohngebäude können beispielsweise über mehrere Jahrzehnte linear abgeschrieben werden. Die Abschreibung mindert das zu versteuernde Einkommen und soll den Alterungsprozess und Verschleiß des Gebäudes finanziell ausgleichen.
Abstandsfläche
Die Abstandsfläche ist der Mindestabstand, den ein Gebäude zum Nachbargrundstück einhalten muss, damit genug Licht, Luft und Brandschutz gewährleistet sind. In den Landesbauordnungen ist genau geregelt, wie groß dieser Abstand je nach Gebäudehöhe sein muss. Kein Neubau darf näher an der Grundstücksgrenze stehen, als es die Abstandsflächenvorschrift vorschreibt.
Altlasten
Altlasten sind Bodenverunreinigungen auf einem Grundstück, die meist aus früherer industrieller oder gewerblicher Nutzung stammen. Oft handelt es sich um umweltschädliche Stoffe im Erdreich oder Grundwasser. Altlasten können die Nutzung eines Grundstücks einschränken oder teure Sanierungen erforderlich machen. Vor einem Grundstückskauf ist es ratsam, Auskünfte zu Altlasten einzuholen.
Anlageimmobilien
Eine Anlageimmobilie ist eine Immobilie, die nicht selbst genutzt, sondern zu Anlagezwecken gekauft wird. Durch Vermietung oder Wertsteigerung soll sie regelmäßiges Einkommen oder Gewinn erzielen. Typischerweise handelt es sich um Wohnungen, Häuser oder Gewerbeimmobilien, die als Kapitalanlage dienen.
Annuitätendarlehen
Ein Annuitätendarlehen ist ein gängiges Immobiliendarlehen mit konstanten Raten über die Zinsbindungsdauer. Der Kreditnehmer zahlt also jeden Monat den gleichen Betrag. Diese Rate – die Annuität – setzt sich aus Zinsen und Tilgung zusammen. Anfänglich ist der Zinsanteil hoch und der Tilgungsanteil niedrig; mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld.

Begriffe mit B

16 Begriffe

Bauantrag
Ein Bauantrag ist der offizielle Antrag auf Baugenehmigung für ein konkretes Bauvorhaben. In Deutschland muss jeder, der bauen will, zuvor diesen Antrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde stellen. Dem Bauantrag sind zahlreiche Unterlagen beizufügen, etwa Bauzeichnungen und Lagepläne.
Bauaufsichtsbehörde
Die Bauaufsichtsbehörde (oft das Bauamt) ist die Behörde, welche die Einhaltung der Bauvorschriften überwacht. Sie prüft Bauanträge und erteilt Baugenehmigungen im Rahmen der geltenden Gesetze und Bebauungspläne. Außerdem führt sie während der Bauphase Baukontrollen durch.
Baufinanzierung
Baufinanzierung bezeichnet die Finanzierung eines Immobilienkaufs oder -baus mithilfe eines Darlehens. In der Regel handelt es sich um langfristige Kredite, oft mit günstigeren Zinsen als normale Verbraucherkredite, da die Immobilie als Sicherheit dient.
Baugenehmigung
Die Baugenehmigung ist der behördliche Bescheid, der ein geplantes Bauvorhaben offiziell genehmigt. Mit der erteilten Genehmigung bestätigt die Behörde, dass das Vorhaben mit öffentlich-rechtlichen Vorschriften vereinbar ist. Ohne gültige Baugenehmigung darf nicht mit dem Bau begonnen werden.
Baugrundstück
Ein Baugrundstück ist ein Grundstück, das zum Bauen geeignet und bestimmt ist. In der Regel ist es innerhalb eines Baugebiets gelegen oder es existiert bereits Baurecht dafür. Um auf einem Grundstück tatsächlich bauen zu können, muss es die nötigen Eigenschaften besitzen.
Bauland
Bauland ist eine Fläche, die rechtlich als bebaubar ausgewiesen ist. Das bedeutet, es liegt entweder innerhalb eines im Bebauungsplan vorgesehenen Baugebiets oder die Gemeinde hat das Grundstück als baureifes Land definiert. Bauland ist in Wachstumsregionen sehr gefragt.
Baulandmobilisierungsgesetz
Das Baulandmobilisierungsgesetz ist eine gesetzliche Regelung aus 2021, die Kommunen mehr Möglichkeiten geben soll, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Durch dieses Gesetz wurde beispielsweise das kommunale Vorkaufsrecht gestärkt und der Teilabriss von Wohngebäuden erschwert.
Baulast
Eine Baulast ist eine freiwillige, öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden, was das Grundstück betrifft. Baulasten werden im Baulastenverzeichnis eingetragen.
Bausachverständiger
Ein Bausachverständiger (Baugutachter) ist ein Fachmann mit besonderer Erfahrung und Expertise im Bauwesen. Er kann den Zustand von Gebäuden beurteilen, Bauschäden oder Mängel feststellen und den Wert einer Immobilie fachgerecht einschätzen.
Bauträger
Ein Bauträger ist ein Unternehmen oder eine Person, die auf eigenes Risiko ein Bauprojekt durchführt und die schlüsselfertige Immobilie anschließend verkauft. Bauträger kaufen meist unbebaute Grundstücke, lassen darauf neue Immobilien errichten und veräußern diese dann an Endkäufer.
Bebauungsplan
Ein Bebauungsplan (B-Plan) ist ein verbindlicher Bauleitplan der Gemeinde, der für einen bestimmten Teil des Gemeindegebiets festlegt, was und wie dort gebaut werden darf. Er enthält Regelungen zur Art der baulichen Nutzung, zum Maß der Nutzung und zur Bauweise.
Beleihungswert
Der Beleihungswert ist der von der Bank ermittelte Wert einer Immobilie, bis zu dem sie diese als Sicherheit für ein Darlehen akzeptiert. Er liegt meist etwas unter dem Marktwert der Immobilie. Banken kalkulieren hier konservativ.
Bestellerprinzip
Das Bestellerprinzip regelt, wer bei der Vermietung einer Wohnung die Maklerprovision zahlen muss. Seit Juni 2015 gilt in Deutschland: Wer den Makler bestellt, der bezahlt. Meistens trägt somit der Vermieter die Gebühr.
Betriebskosten
Betriebskosten sind die laufenden Kosten, die bei der Bewirtschaftung einer Immobilie anfallen. Dazu zählen zum Beispiel Ausgaben für Wasser, Heizung, Müllabfuhr, Hausreinigung, Grundsteuer und Versicherungen. Viele dieser Kosten sind auf Mieter umlagefähig.
Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist ein amtlich ermittelter Orientierungswert für den Preis von Grundstücken in einer bestimmten Lage. Er gibt den durchschnittlichen Quadratmeterpreis für unbebaute Grundstücksflächen in vergleichbarer Lage an.
Bodenwert
Der Bodenwert ist der Wert eines Grundstücks im unbebauten Zustand. Er ergibt sich aus dem Bodenrichtwert multipliziert mit der Grundstücksfläche, wobei besondere Gegebenheiten des Grundstücks noch berücksichtigt werden können.

Begriffe mit C

1 Begriff

Courtage
Courtage ist ein anderes Wort für Maklerprovision. Die Courtage wird fällig, wenn der Makler erfolgreich einen Kauf- oder Mietvertrag vermittelt hat. Ihre Höhe richtet sich in der Regel nach dem Wert der Immobilie bzw. der Kaltmiete.

Begriffe mit D

1 Begriff

Denkmalschutz
Denkmalschutz bedeutet, dass ein Gebäude oder ein Objekt wegen seines historischen, künstlerischen oder städtebaulichen Werts unter gesetzlichem Schutz steht. Eigentümer sind verpflichtet, die Originalsubstanz zu erhalten. Dies bringt oft steuerliche Vorteile (Denkmal-AfA) mit sich.

Begriffe mit E

11 Begriffe

Effektivzins
Der Effektivzins gibt die gesamten Kreditkosten pro Jahr in Prozent an. Anders als der reine Nominalzins umfasst der Effektivzins auch alle zusätzlichen Kosten und Gebühren des Darlehens, was einen fairen Vergleich von Angeboten ermöglicht.
Eigenbedarfskündigung
Die Eigenbedarfskündigung ist eine Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter, weil er die vermietete Wohnung für sich selbst oder nahe Angehörige benötigt. Dies ist einer der wenigen zulässigen Kündigungsgründe für Vermieter.
Eigentum
Eigentum bezeichnet das rechtliche Herrschaftsrecht an einer Sache. Der Eigentümer kann grundsätzlich nach Belieben mit der Immobilie verfahren, sie nutzen, verändern oder verkaufen, soweit nicht Gesetze entgegenstehen.
Einheitswert
Der Einheitswert ist ein von den Finanzbehörden festgelegter Wert einer Immobilie, der vor allem zur Berechnung der Grundsteuer herangezogen wurde. Er wird ab 2025 durch neue Bewertungsmaßstäbe im Rahmen der Grundsteuer-Reform ersetzt.
Energieausweispflicht
Die Energieausweispflicht schreibt vor, dass Verkäufer oder Neuvermieter einer Immobilie einen gültigen Energieausweis vorlegen müssen. Dieser dokumentiert den Energiebedarf oder -verbrauch des Gebäudes.
Erbbaurecht (Erbpacht)
Das Erbbaurecht ist das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Bauwerk zu errichten oder zu nutzen, ohne Eigentümer des Grundstücks zu sein. Man zahlt dafür einen regelmäßigen Erbbauzins an den Grundstückseigentümer.
Erbbauzins
Der Erbbauzins ist die regelmäßige Zahlung, die ein Erbbaurechtsnehmer an den Grundstückseigentümer für die Nutzung des Grundstücks leistet. Er ist quasi die Miete für den Grund und Boden.
Erbengemeinschaft
Eine Erbengemeinschaft entsteht, wenn ein Verstorbener von mehreren Erben gemeinsam beerbt wird. Der gesamte Nachlass gehört allen Erben gemeinschaftlich. Entscheidungen über Immobilien müssen gemeinsam getroffen werden.
Erbschaft
Eine Erbschaft umfasst das gesamte Vermögen einer Person zum Zeitpunkt ihres Todes. Immobilien gehen im Erbfall automatisch auf die Erben über, was durch eine Grundbuchberichtigung dokumentiert werden sollte.
Erbschaftsteuer
Die Erbschaftsteuer ist eine Steuer auf den Vermögensanfall durch Erbe. Sie fällt an, wenn der Wert des Erbes die persönlichen Freibeträge übersteigt. Die Höhe hängt vom Verwandtschaftsgrad und dem Wert der Immobilie ab.
Exposé
Ein Exposé ist eine schriftliche Präsentation einer Immobilie, die zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten wird. Es enthält wichtige Informationen, Fotos, Grundrisse und den Preis. Es dient als Visitenkarte des Objekts.

Begriffe mit F

3 Begriffe

Finanzierung
Finanzierung im Immobilienkontext umfasst alle Schritte, um die nötigen Gelder für den Immobilienkauf oder -bau bereitzustellen. Meist ist dies eine Kombination aus Eigenkapital und Bankdarlehen.
Flurkarte
Die Flurkarte (Liegenschaftskarte) ist eine amtliche Karte, die alle Flurstücke und Grundstücke eines Gebiets abbildet. Sie wird vom Katasteramt geführt und zeigt die exakte Lage und Grenzen der Grundstücke.
Flurstück
Ein Flurstück ist die kleinste buchmäßig erfasste Einheit im Liegenschaftskataster. Ein rechtliches Grundstück kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen.

Begriffe mit G

15 Begriffe

Gemarkung
Die Gemarkung ist ein Gebiet, das aus einer größeren Anzahl von Flurstücken besteht und meist mit der Fläche einer Gemeinde oder eines Ortsteils übereinstimmt.
Gemeinschaftsordnung
Die Gemeinschaftsordnung ist die „Verfassung“ einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG). Sie regelt die Rechte und Pflichten der Eigentümer untereinander.
Geschossflächenzahl (GFZ)
Die Geschossflächenzahl (GFZ) gibt an, wie viel Quadratmeter Geschossfläche pro Quadratmeter Grundstücksfläche maximal gebaut werden darf. Sie regelt die Dichte der Bebauung.
Grundbuch
Das Grundbuch ist ein amtliches Verzeichnis, in dem Eigentumsverhältnisse sowie Rechte und Lasten von Grundstücken eingetragen sind. Nur wer im Grundbuch steht, ist rechtmäßiger Eigentümer.
Grundbucheintrag
Der Grundbucheintrag dokumentiert rechtliche Änderungen an einem Grundstück, wie Eigentümerwechsel oder die Eintragung von Grundschulden. Er wird vom Notar veranlasst.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer fällt beim Kauf einer Immobilie an und ist an das Finanzamt zu zahlen. Sie variiert je nach Bundesland zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises.
Grundflächenzahl (GRZ)
Die Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viel Prozent eines Grundstücks überbaut werden dürfen. Eine GRZ von 0,4 bedeutet beispielsweise, dass 40% der Fläche bebaut werden dürfen.
Grundschuld
Die Grundschuld ist ein Pfandrecht an einer Immobilie zur Absicherung eines Kredits. Zahlt der Kreditnehmer nicht, kann die Bank die Zwangsversteigerung betreiben.
Grundsteuer
Die Grundsteuer ist eine jährliche Steuer auf Grundbesitz, die an die Gemeinde gezahlt wird. Ihre Höhe hängt vom Einheitswert (künftig Grundsteuerwert) und dem Hebesatz der Kommune ab.
Grundstück
Ein Grundstück ist eine räumlich abgegrenzte Bodenfläche, die im Grundbuch auf einem eigenen Blatt verzeichnet ist. Es umfasst den Boden sowie fest verbundene Gebäude.
Grundstücksgrenze
Die Grundstücksgrenze definiert den räumlichen Geltungsbereich des Eigentums. Sie wird durch Vermessung festgelegt und oft durch Grenzsteine markiert.
Grundstückspreis
Der Grundstückspreis ist der Marktwert für ein Stück Land. Er wird maßgeblich durch Lage, Bebaubarkeit und Größe bestimmt.
Grundstücksverkauf
Der Grundstücksverkauf ist die Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Dies erfordert zwingend einen notariellen Kaufvertrag und die Eintragung im Grundbuch.
Gutachten / Immobiliengutachten
Ein Immobiliengutachten ermittelt objektiv den Verkehrswert einer Immobilie. Es wird von Sachverständigen erstellt und dient als Grundlage für Verkäufe, Beleihungen oder gerichtliche Auseinandersetzungen.
Gutachter
Ein Gutachter ist ein Sachverständiger, der den Wert oder Zustand von Immobilien bewertet. Er verfügt über besondere Fachkunde und Unabhängigkeit.

Begriffe mit H

3 Begriffe

Hausbewertung
Eine Hausbewertung ermittelt den aktuellen Marktwert eines Hauses. Sie berücksichtigt Lage, Substanz, Ausstattung und Marktsituation.
Hausgeld
Hausgeld ist der monatliche Vorschuss, den Wohnungseigentümer an die WEG-Verwaltung zahlen, um die laufenden Kosten des Gemeinschaftseigentums zu decken.
Hypothek
Eine Hypothek ist ein Grundpfandrecht zur Kreditsicherung. Im Gegensatz zur Grundschuld ist sie streng an das Bestehen der Forderung gebunden und heute weniger gebräuchlich.

Begriffe mit I

6 Begriffe

Immobilie
Immobilie bezeichnet unbewegliches Sachvermögen, also Grundstücke und Bauwerke. Sie dient als Wohnraum, Gewerbefläche oder Kapitalanlage.
Immobilienbewertung
Der Prozess zur Ermittlung des Marktwerts mittels anerkannter Verfahren (Vergleichswert-, Ertragswert-, Sachwertverfahren).
Immobilienblase
Eine Marktsituation, in der Immobilienpreise spekulativ über den realen Wert steigen. Platzt die Blase, fallen die Preise rapide.
Immobilien-Leasing
Eine Finanzierungsform, bei der eine Immobilie gemietet wird, oft mit einer Kaufoption am Ende. Eher im gewerblichen Bereich üblich.
Indexmiete
Eine Miete, die an den Verbraucherpreisindex gekoppelt ist. Sie steigt (oder fällt) automatisch mit der Inflationsrate.
Instandhaltungsrücklage
Ein Spartopf der Eigentümergemeinschaft für künftige Reparaturen am Gemeinschaftseigentum.

Begriffe mit K

7 Begriffe

Kaltmiete
Die Miete für die Raumnutzung ohne Nebenkosten. Sie ist die Basis für Mietspiegelvergleiche.
Käuferbonität
Die finanzielle Zuverlässigkeit eines Käufers. Sie entscheidet darüber, ob eine Bank den Immobilienkauf finanziert.
Kaufnebenkosten
Zusatzkosten beim Kauf: Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und Makler. Sie betragen ca. 10-15% des Kaufpreises.
Kaufvertrag
Der notarielle Vertrag, der den Immobilienverkauf regelt. Er ist die rechtliche Basis für den Eigentumsübergang.
Kaution
Eine Sicherheitsleistung des Mieters (max. 3 Kaltmieten) für eventuelle Schäden oder Mietausfälle.
Kubatur
Der umbaute Raum (Volumen) eines Gebäudes in Kubikmetern.
Kündigungsfrist
Der Zeitraum zwischen Kündigungsausspruch und Vertragsende. Gesetzlich für Mieter meist 3 Monate, für Vermieter gestaffelt nach Dauer.

Begriffe mit L

3 Begriffe

Lage
Das wichtigste Kriterium für den Immobilienwert. Man unterscheidet Makrolage (Region) und Mikrolage (direktes Umfeld).
Leerstand
Zeitraum, in dem eine Immobilie ungenutzt ist. Hoher Leerstand kann auf strukturelle Probleme hinweisen.
Leibrente
Verkauf einer Immobilie gegen lebenslanges Wohnrecht und monatliche Rentenzahlung.

Begriffe mit M

8 Begriffe

Makler
Vermittler zwischen Käufer/Verkäufer oder Mieter/Vermieter. Erhält bei Erfolg eine Provision.
Makleralleinauftrag
Vertrag, bei dem sich der Eigentümer bindet, nur einen einzigen Makler zu beauftragen.
Maklervertrag
Regelt die Zusammenarbeit und Provisionsansprüche zwischen Auftraggeber und Makler.
Marktwert
Der Preis, der aktuell am Markt für die Immobilie erzielt werden kann (Verkehrswert).
Mietkauf
Ein Modell, bei dem Miete teilweise auf einen späteren Kaufpreis angerechnet wird.
Mietpreisbremse
Gesetzliche Regelung, die Mieterhöhungen bei Neuvermietung in angespannten Märkten deckelt.
Mietspiegel
Übersicht über ortsübliche Vergleichsmieten, dient als Begründung für Mieterhöhungen.
Mietvertrag
Regelt die Rechte und Pflichten von Mieter und Vermieter.

Begriffe mit N

4 Begriffe

Nachlassverwaltung
Gerichtliche Verwaltung eines Erbes, oft um Schuldenhaftung der Erben zu begrenzen.
Nebenkosten
Kosten, die neben der Miete anfallen (Betriebskosten wie Wasser, Heizung, Müll).
Nießbrauch
Umfassendes Nutzungsrecht an einer Immobilie (Wohnen + Vermieten), oft lebenslang eingetragen.
Notar
Unabhängiger Jurist, der Immobilienkaufverträge beurkundet und den Grundbuchvollzug überwacht.

Begriffe mit O

2 Begriffe

Objektart
Kategorie der Immobilie (z.B. Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Gewerbe).
Offenbarungspflicht
Pflicht des Verkäufers, bekannte Mängel ungefragt mitzuteilen.

Begriffe mit P

3 Begriffe

Pacht
Nutzungsüberlassung inkl. Fruchtgenuss (Gewinn), z.B. bei Gastronomie oder Landwirtschaft.
Penthouse
Exklusive Dachwohnung, oft mit großer Terrasse und direktem Liftzugang.
Provision
Erfolgsabhängiges Honorar des Maklers.

Begriffe mit Q

1 Begriff

Quadratmeterpreis
Preis pro m² Wohnfläche, wichtiger Vergleichswert für Immobilien.

Begriffe mit R

2 Begriffe

Rendite
Verhältnis von Ertrag (Miete) zum eingesetzten Kapital. Wichtige Kennzahl für Investoren.
Rohbau
Bauzustand: Tragwerk, Dach und Wände stehen, Innenausbau fehlt noch.

Begriffe mit S

9 Begriffe

Sachwertverfahren
Bewertungsmethode basierend auf Bodenwert und Baukosten (Substanzwert).
Schenkung
Unentgeltliche Übertragung von Immobilien, oft zur Nutzung von Steuerfreibeträgen.
Schenkungssteuer
Steuer auf Schenkungen, identisch mit Erbschaftsteuersätzen.
Schnitt
Zeichnung, die das Gebäude im vertikalen Querschnitt zeigt.
Sondereigentum
Das Eigentum an der Wohnung selbst (Innenräume), im Gegensatz zum Gemeinschaftseigentum.
Sondernutzungsrecht
Recht eines Eigentümers, Gemeinschaftsflächen (z.B. Garten, Stellplatz) allein zu nutzen.
Souterrain
Wohnung im Untergeschoss, oft mit Fenstern auf Bodenhöhe.
Spekulationssteuer
Einkommensteuer auf Verkaufsgewinne innerhalb der 10-Jahres-Frist bei privatem Verkauf.
Staffelmiete
Mietvertrag mit vorab festgelegten, regelmäßigen Erhöhungen.

Begriffe mit T

3 Begriffe

Teilverkauf
Verkauf eines Anteils der Immobilie gegen Cash, bei weiterem Wohnrecht (gegen Nutzungsentgelt).
Teilungserklärung
Urkunde, die ein Mehrfamilienhaus rechtlich in Eigentumswohnungen aufteilt.
Tilgung
Der Anteil der Kreditrate, der die Restschuld tatsächlich verringert.

Begriffe mit U

2 Begriffe

Umlegungsverfahren
Neuordnung von Grundstücken durch die Gemeinde zur Schaffung von Bauland.
Umschuldung
Ablösung eines Kredits durch einen neuen (meist günstigeren) Kredit.

Begriffe mit V

5 Begriffe

Verkehrswert
Amtlicher Begriff für den Marktwert einer Immobilie.
Verkehrswertgutachten
Detailliertes, oft gerichtsfestes Gutachten über den Immobilienwert.
Versteigerung (Zwangsversteigerung)
Öffentlicher Verkauf einer Immobilie durch das Gericht zur Gläubigerbefriedigung.
Vorfälligkeitsentschädigung
Strafgebühr der Bank, wenn ein Kredit vorzeitig gekündigt wird.
Vorkaufsrecht
Das Recht, in einen Kaufvertrag einzutreten und die Immobilie anstelle des Käufers zu erwerben.

Begriffe mit W

8 Begriffe

Wegerecht
Das Recht, ein fremdes Grundstück zu überqueren, um zum eigenen zu gelangen.
Wertermittlungsverfahren
Methoden zur Wertfindung (Vergleichs-, Sach-, Ertragswertverfahren).
Widerrufsrecht
Recht von Verbrauchern, bestimmte Verträge (z.B. Maklerfernabsatz) kurzfristig zu widerrufen.
Wirtschaftsplan
Haushaltsplan einer WEG für das kommende Jahr (Basis für Hausgeld).
Wohnfläche
Summe der anrechenbaren Grundflächen einer Wohnung (nach WoFlV).
Wohnrecht
Recht, eine Immobilie zu bewohnen, ohne Eigentümer zu sein (persönliche Dienstbarkeit).
Wohnungsbewertung
Ermittlung des Marktwerts einer Eigentumswohnung unter Beachtung der WEG-Besonderheiten.
Wohnungseigentum
Kombination aus Sondereigentum an der Wohnung und Miteigentumsanteil am Haus.

Begriffe mit Z

3 Begriffe

Zinsbindung
Zeitraum, in dem der Zinssatz festgeschrieben ist.
Zwangsversteigerung
Gerichtliche Verwertung von Immobilien bei Zahlungsunfähigkeit.
Zwischenfinanzierung
Kurzfristiger Kredit zur Überbrückung, bis langfristige Mittel (z.B. aus Verkauf) frei werden.

Vom Begriff zur Praxis

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01

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02

Finanzierung

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03

Kaufstrategien

18 Investment-Strategien von Buy and Hold bis Projektentwicklung im Vergleich.

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04

Mängel nach Baujahren

Typische Schwachstellen je Bauepoche – worauf Sie bei Kauf und Sanierung achten sollten.

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